Werkstoffdatenbank für Entwicklung, Einkauf und Fertigung

Werkstoffe sicher auswählen, vergleichen und fertigungsgerecht spezifizieren.

Diese Datenbank verbindet Werkstoffgruppen, chemische Zusammensetzungen, technische Eigenschaften, industrielle Einsatzfelder, geeignete Fertigungsverfahren in einer praxisnahen Übersicht für Konstrukteure und technische Einkäufer. Der Schwerpunkt liegt neu deutlich tiefer auf Stahl, Gusswerkstoffen und Aluminium inklusive chinesischer GB, GB/T, YL, ZL und ADC Bezeichnungen.

Werkstoffsystematik

Für technische Bauteile ist nicht nur der Werkstoffname entscheidend, sondern das Zusammenspiel aus Legierung, Wärmebehandlung, Herstellprozess, Geometrie, Toleranz, Oberfläche und Prüfanforderung.

Metalle

Eisenwerkstoffe, Gusswerkstoffe, Stahlwerkstoffe, Leichtmetalle, Kupferlegierungen und Nickellegierungen für tragende, thermisch belastete und präzise Bauteile.

FestigkeitTemperaturLeitfähigkeit

Nichtmetalle

Technische Kunststoffe, Elastomere und Keramik für elektrische Isolation, geringes Gewicht, Medienbeständigkeit, Reibwertoptimierung und Funktionsintegration.

IsolationChemieLeichtbau

Auswahlkriterien

Lastfall, Temperaturbereich, Korrosion, Verschleiß, Maßhaltigkeit, Stückzahl, Werkzeugkosten, Oberflächenanforderung und Normen bestimmen die richtige Wahl.

ZeichnungNormSerie

Interaktive Werkstoffdatenbank

Suche nach Werkstoffnummer, EN, DIN, ASTM, JIS, GB, GB/T, ADC, YL, ZL, Eigenschaft, Verfahren oder Anwendung. Die Zusammensetzungen sind typische Richtbereiche. Bei konkreten Projekten müssen Normstand, Lieferwerk, Wärmebehandlung, Zustand, Prüfzeugnis und Zeichnungsvorgaben verbindlich abgeglichen werden.

Interaktive Beschichtungsdatenbank

Direkt unterhalb der Werkstoffdatenbank: technische Beschichtungen für Metalle und Kunststoffe mit Schichtaufbau, typischen Schichtdicken, Eigenschaften, Einsatzorten, geeigneten Grundwerkstoffen, Vorbehandlungen und Verfahren. Die Angaben sind praxisübliche Richtbereiche und müssen bei Serienprojekten mit Zeichnung, Norm, Prüfplan, Korrosionsanforderung und Lieferwerk bestätigt werden.

Auswahlhilfe für Konstrukteure

Die folgenden Punkte helfen, bevor ein Werkstoff auf der Zeichnung festgeschrieben wird.

1. Erst Lastfall und Umgebung definieren

Zug, Druck, Biegung, Schwingung, Stoß, Temperatur, Medienkontakt, UV Belastung, elektrische Funktion und Verschleiß bestimmen den Werkstoff oft stärker als der reine Preis.

2. Fertigungsverfahren früh mitdenken

Feinguss erlaubt komplexe Geometrien und gute Oberflächen, Druckguss hohe Stückzahlen und dünne Wandungen, Sandguss große Bauteile, Schmieden hohe Festigkeit, CNC hohe Präzision und Spritzguss Funktionsintegration bei Kunststoffen.

3. Werkstoff nicht ohne Norm und Zustand anfragen

Eine vollständige Anfrage nennt Werkstoffnummer, Norm, Lieferzustand, Wärmebehandlung, Oberflächenanforderung, Prüfzeugnis, Toleranzstandard und Einsatzumgebung.

4. Bei Substitutionen technische Risiken prüfen

Gleich klingende Werkstoffe aus EN, ASTM, JIS oder GB Systemen sind selten vollständig identisch. Kritisch sind Kohlenstoff, Nickel, Chrom, Molybdän, Wärmebehandlung, Reinheit, Kerbschlagarbeit, Korrosionsbeständigkeit und Verfügbarkeit.