Kälin Formteile Kälin Formteile GmbH
Metal Injection Moulding (MIM) Präzisionsbauteile
Metal Injection Moulding für Industriekunden

MIM Teile nach Zeichnung für kleine komplexe Metallbauteile

Metal Injection Moulding eignet sich für kleine, komplexe Metallteile mit hoher Wiederholgenauigkeit und serienfähiger Geometrie. Kälin Formteile unterstützt bei Werkstoffwahl, Werkzeug, Sinterprozess, Toleranzen, Nachbearbeitung und Qualitätsdokumentation.

ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
ISO 14001 zertifiziert
Umweltmanagement
ISO/TS 16949 zertifiziert
Automotive
19+ Jahre Erfahrung
technische Beschaffung

Was Metal Injection Moulding in der Industrie leistet

MIM-Bauteile für die Medizintechnik
Medizintechnik

Chirurgisches Instrument aus MIM-Titan

Ein hochkomplexes chirurgisches Klemminstrument aus MIM-Titan mit integrierten Gelenken und Hinterschneidungen, als Einzelbauteil gefertigt, ohne Montage mehrerer Komponenten. Biokompatibel und sterilisationstauglich.

ISO/TS 16949 ±0,07 mm Toleranz
MIM-Serienfertigung für Automotive
Serienfertigung

Bauteilfamilie für die Serie

Unterschiedliche MIM-Bauteile aus einer Bauteilfamilie, von kleinen Zahnrädern über Gehäuseteile bis zu komplexen Funktionskomponenten. Alle aus demselben Herstellerpool, mit einheitlicher Qualitätssicherung und reproduzierbaren Materialeigenschaften.

ISO 9001 50.000 Stk./Jahr
Präzisions-MIM-Bauteil mit komplexer Geometrie
Präzision

Net-Shape-Funktionsbauteil mit minimalem Nachbearbeitungsaufwand

Durch Präzisions-MIM nahe an die finale Kontur gebracht, nur noch kritische Funktionsflächen werden zerspanend nachbearbeitet. Das reduziert den Materialeinsatz und die Maschinenlaufzeit erheblich bei gleichzeitig hoher Bauteilkomplexität.

ISO 14001 ±0,08 mm Toleranz

Verfahren, Qualität und Versorgung aus einer Hand

Als Einkäufer oder Konstrukteur brauchen Sie mehr als einen Preis. Sie brauchen die Sicherheit, dass das Bauteil technisch passt, die Lieferung termingerecht erfolgt und die mechanische Qualität über die gesamte Serie stabil bleibt.

Wir bringen Zeichnung, Herstellbarkeit, Verfahren, Herstellerwahl und Logistik in eine belastbare Umsetzung, nicht als Vermittler, sondern mit technischer Verantwortung und operativer Kontrolle.

Was wir für Sie klären

  • Verfahrenswahl MIM vs. CNC vs. Sintern vs. Gießen
  • Passende Legierung und Feedstock-Auswahl
  • Erreichbare Toleranzen und Oberflächen prüfen
  • Hersteller mit richtigen Zertifikaten
  • Qualitätssicherung und Freigabeprozess
  • Serienversorgung und Abruflogistik

Zertifikate unserer MIM-Hersteller

Unsere MIM-Hersteller verfügen über die für Ihre Branche relevanten Zertifikate. Das schafft Vertrauen bei Freigaben, Audits und der langfristigen Zusammenarbeit, von der Erstmusterprüfung bis zur Serienfreigabe.

Branchenspezifische Freigaben: Egal ob Sie für Automotive, Medizintechnik, Maschinenbau oder Luftfahrt beschaffen, wir wählen den Hersteller gezielt nach den für Ihr Projekt erforderlichen Zertifikaten, Prüfzeugnissen und Freigabeprozessen aus.

Von der Anfrage bis zur Serie, so arbeiten wir

1
Technische Einordnung
Zeichnung, Material, Toleranzen und Stückzahl analysieren wir gemeinsam.
2
Herstellerwahl
Wir wählen den passenden MIM-Hersteller mit den richtigen Zertifikaten.
3
Muster & Freigabe
Erstmuster, Prüfberichte und Freigabe nach Ihren Anforderungen.
4
Serie & Versorgung
Belastbare Serienfertigung mit Abruflogistik über Bellach.

Wann Metal Injection Moulding die richtige Wahl ist

Metal Injection Moulding lohnt sich, wenn komplexe Geometrien, enge Toleranzen und hohe Stückzahlen gefragt sind, besonders bei schwer zerspanbaren Werkstoffen. Das Verfahren ist wirtschaftlich ab Serien von ca. 5.000 bis 10.000 Stück pro Jahr, wenn konventionelle Fertigungsverfahren an ihre Grenzen stoßen.

Technische Merkmale

  • Bauteilgewicht typisch 0,1 g bis 250 g (in Einzelfällen bis 500 g)
  • Wanddicken ab 0,5 mm realisierbar, typisch 1–4 mm
  • Toleranzen je nach Größe ±0,03 mm bis ±0,3 % des Nennmaßes
  • Oberflächenrauheit typisch Ra 0,8–3,2 µm (nachbearbeitbar bis Ra 0,2 µm)
  • Dichte erreicht 95–99,8 % der theoretischen Vollmaterialdichte
  • Mechanische Eigenschaften vergleichbar mit Schmiede- oder Gussmaterial

Kombination mit Nachbearbeitung: Viele MIM-Bauteile werden nur noch funktionsflächengenau nachbearbeitet, durch Zerspanung, Schleifen oder Polieren. Das reduziert den Aufwand auf ein Minimum und nutzt die volle Designfreiheit des MIM-Verfahrens.

FAQ für Einkäufer und Konstrukteure

Wann lohnt sich MIM gegenüber CNC-Fräsen?

MIM lohnt sich vor allem bei komplexen Geometrien mit Hinterschneidungen, dünnen Wänden oder integrierten Funktionen, die zerspanend nur mit hohem Aufwand herstellbar sind. Ab Stückzahlen von ca. 5.000 bis 10.000 Stück pro Jahr wird MIM wirtschaftlich, besonders bei teuren Werkstoffen wie Titan oder Kobalt-Chrom, wo Materialverlust bei der Zerspanung einen hohen Kostenfaktor darstellt.

Welche Branchen setzen MIM typischerweise ein?

Automotive (Sensoren, Aktuatoren, Kleinteile), Medizintechnik (chirurgische Instrumente, Implantate, Dentalbauteile), Elektronik (Gehäuse, Verbinder, Abschirmungen), Luft- und Raumfahrt (kleine Strukturbauteile, Gelenke), Konsumgüter (Brillenscharniere, Uhrenteile, Schließzylinder), Maschinenbau (Zahnräder, Klemmelemente, Ventilkörper).

Wie prüfen Sie die Qualität der MIM-Bauteile?

Unsere Hersteller arbeiten mit werkseitiger Sichtprüfung, Maßkontrolle (3D-Messmaschine), Dichtemessung, Gefügeuntersuchung, Härteprüfung und Zugversuchen. Prüfzeugnisse nach EN 10204 (2.2, 3.1, 3.2) sind verfügbar. Je nach Anforderung ergänzen wir spezielle Prüfungen, Röntgenprüfung oder CT-Analyse.

Welche Stückzahlen sind für MIM sinnvoll?

MIM ist ab mittleren Serien (ca. 5.000 bis 100.000+ Stück pro Jahr) wirtschaftlich. Die Werkzeugkosten amortisieren sich durch geringeren Materialverbrauch, nahezu keinen Ausschuss und hohe Produktivität. Bei sehr kleinen Stückzahlen prüfen wir CNC-Fertigung oder 3D-Druck als Alternative. Die optimale Menge hängt von Geometrie, Material und Toleranzanforderung ab.

Metal Injection Moulding für Ihre Branche

Automotive

Sensoren, Aktuatoren, Turbolader-Komponenten, Klemm- und Bremselemente. ISO/TS 16949 zertifizierte Fertigung mit APQP, PPAP und dokumentiertem Qualitätsmanagement.

Medizintechnik

Chirurgische Instrumente, Implantate, Dentalbauteile, Kieferorthopädische Brackets. Biokompatible Werkstoffe, FDA-konform, sterilisationstauglich.

Elektronik

Gehäuse, Verbinder, Abschirmungen, Wärmeleitbauteile. Hohe Maßgenauigkeit und reproduzierbare Materialeigenschaften für den industriellen Dauereinsatz.

Luft- und Raumfahrt

Kleine Strukturbauteile, Gelenke, Verschlüsse aus Titan und hochfesten Legierungen. AS9100 und NADCAP verfügbar.

Konsumgüter

Brillenscharniere, Uhrenteile, Schließzylinder, Scharniere. Ästhetische Oberflächenqualität und hohe Funktionsintegrität.

Maschinenbau

Zahnräder, Klemmelemente, Ventilkörper, Düsen, Spannwerkzeuge. Maximale Formfreiheit und Verschleißfestigkeit durch optimierte Werkstoffauswahl.

MIM technisch richtig einsetzen

Metal Injection Molding ist stark bei kleinen, komplexen Metallteilen in hohen Stückzahlen. Das Verfahren verbindet Gestaltungsfreiheit ähnlich dem Kunststoffspritzguss mit metallischen Werkstoffen und eignet sich besonders, wenn CNC-Bearbeitung zu teuer oder geometrisch ungünstig ist.

Typische MIM-Teile

MIM eignet sich für kleine Präzisionsteile mit komplexer Form, dünnen Bereichen und hoher Wiederholgenauigkeit.

  • Medizinteile, Elektronikkomponenten, Werkzeugteile und Mechanikteile
  • Kleine Gehäuse, Hebel, Klammern, Führungen und Verbindungsteile
  • Serienteile mit vielen Funktionen auf engem Raum

Werkstoffe und Bauteildesign

Werkstoff, Wandstärken, Schwindung und Entbinderungsprozess müssen früh berücksichtigt werden.

  • Rostfreie Stähle, niedriglegierte Stähle und Sonderwerkstoffe je nach Hersteller
  • Gleichmässige Wandstärken und sinnvolle Radien bevorzugen
  • Funktionsflächen und kritische Toleranzen klar definieren

Stückzahlen und Wirtschaftlichkeit

MIM ist meist interessant bei höheren Serien, weil Werkzeug und Prozessqualifikation zuerst aufgebaut werden müssen.

  • Hohe Wiederholgenauigkeit in Serie
  • Reduktion von Montage und CNC-Nacharbeit möglich
  • Werkzeugkosten gegen Serienvolumen und Bauteilkomplexität abwägen

Nacharbeit und Qualität

Je nach Bauteil können Sintern, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung und Nachbearbeitung erforderlich sein.

  • Kalibrieren, Schleifen oder CNC-Nacharbeit an Funktionsflächen möglich
  • Materialzeugnisse, Dichte, Härte und Messberichte nach Bedarf
  • Saubere Bemusterung und Freigabe vor Serienabruf wichtig

Weitere passende Fertigungsverfahren

MIM eignet sich für kleine komplexe Metallteile in Serie. Je nach Bauteil vergleichen wir Feinguss, CNC-Bearbeitung, Spritzguss-Werkzeuglogik und Druckguss.

Feingussteile

Komplexe Edelstahl- und Stahlteile mit hoher Gestaltungsfreiheit und guter Oberflächenqualität.

Spritzgussteile

Technische Kunststoffteile für Serienproduktion mit Werkzeugbau und Materialauswahl.

CNC-Bearbeitung

Frästeile und Drehteile für Prototypen, Kleinserien und präzise Nachbearbeitung.

Werkzeugbau

Spritzgusswerkzeuge und Werkzeugkonzepte als Grundlage für stabile Kunststoffserien.

Druckgussteile

Aluminium- und Zinkdruckgussteile für wirtschaftliche Serien mit guter Maßhaltigkeit.

Vakuumgussteile

Kunststoffähnliche Prototypen und Kleinserien aus Silikonformen mit kurzer Umsetzungszeit.

Anfrage für Ihr MIM-Projekt

Senden Sie uns Ihre Zeichnung, das gewünschte Material und die jährliche Stückzahl. Wir prüfen innerhalb kurzer Zeit, ob Metal Injection Moulding für Ihr Bauteil die wirtschaftlichste und technisch sauberste Lösung ist, inklusive Herstellbarkeitseinschätzung und Vorschlag zum passenden Hersteller.

Anfrage

Oder direkt: pk@formteile.ch · +41 (0)32 681 0716